Kirche St. Georg Jevenstedt
Zur Geschichte der St. Georg KircheDie Kirche wurde erstmals 1164 in einem Dienstsiegel erwähnt. Ursprünglich war sie ein Saalbau, der durch die beiden Seitenbauten zur Kreuzform erweitert wurde. 1504 wurde der Turm gebaut. Im 17. Jahrhundert wurde die Turmspitze gleich zweimal zerstört. Erst durch feindliche Truppen, die ein Feuer legten, dann durch einen Sturm, der den gerade wieder aufgebauten Turm auf halber Höhe abknicken ließ. Seit 1663 steht er in der heutigen Gestalt und weist den Gläubigen den Weg zur Kirche. Anfang des 17. Jahrhunderts wurde der Nordquerarm angebaut. Jevenstedter Bürger gaben Geld für den Anbau und sicherten sich mit ihrer Spende einen entsprechenden Sitzplatz in der Kirche. Unter anderem auf diesem Weg entstand im Nordflügel 1632 die sogenannte Knechtsempore, von 12 Jevenstedter Bauernknechten gebaut und bezahlt. 1725 wurden die barocke Kanzel und der Taufengel gestiftet. 1764 wurde der Südquerarm angebaut. Das Ostfenster oberhalb des Altars wurde im 18. Jahrhundert vermauert, um die Orgel auf der Ostempore errichten zu können. Durch diesen Umbau erhielt die Kirche ihre heutige T-Form. Der Altar verblieb aber stets an seinem historischen Ort. 1978-1989 fand die letzte große Renovierung der Kirche statt, bei der der Fußboden, die Heizung und die Kirchenfenster erneuert wurden. Auch wurde 1989 wurde die historische Orgel abgebrochen und durch einen Neubau aus den Niederlanden ersetzt. Der spätbarocke Taufengel wurde 2005 durch Spenden restauriert und im folgenden Jahr nach Rekonstruktion eines Hub- und Senkmechanismusses durch W. Rohwer und Pastor A. Wackernagel wieder in Gebrauch genommen. Eine Bronzetaufschale des Künstlers M. Wittkamp, Elmenhorst, vollendet das Taufensemble. Im Rahmen eines Kirchweihfestes am 19. und 20. August 2006 wurde der ursprüngliche Name der Kirche wiederaufgenommen: St. Georg zu Jevenstedt. St. Georg ist der Schutzheilige unter anderem der Bauern, der Reiter und - seit dem 20. Jahrhundert - auch der Pfadfinder. Die Graphik unter zeigt das Siegel einer Dingswinde (eines Kaufvertrages) aus dem Jahr 1528, das den St. Georg als Drachentöter mit dem Schwert zeigt. Der Pfadfinderstamm hat diese Abbildung in sein Stammesemblem aufgenommen. |
Schild an der St. Georgkirche zu Jevenstedt |
Blick aus 30 m über das Pastorat nach Norden auf St. Georg zu Jevenstedt |
Weitere Aufnahmen der St. Georgkirche finden Sie unter "google-earth" und "panoramio". |











